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Systemische Therapie
/ Lösungsorientierte Kurzzeittherapie


Systemische Therapieansätze berücksichtigen, dass Leben nicht im luftleeren Raum stattfindet. Wir alle leben in Beziehungen und vielfältigen Bezügen.

Häufig erweisen sich Symptome oder problematische Verhaltensweisen als sinnvoll, wenn der Kontext, in dem sie entstanden sind, betrachtet wird. So kann ein bettnässendes Kind den Eltern, die sich nicht mehr viel zu sagen haben, ein Thema „schenken“. Oder der Zwang hundertmal am Tag die Hände zu waschen lenkt ab von einer tiefer sitzenden Angst, die schwerer zu ertragen wäre. Hier wäre es dann der innere Kontext, bzw. das frühere Beziehungssystem eines Menschen, der dem Symptom einen Sinn verleiht.

Diese systemische Perspektive bedeutet: ein Symptom muss erst gedeutet und verstanden werden, bevor eine geeignete Maßnahme zur Veränderung eingeleitet werden kann. Dazu ist es wichtig, den inneren und äußeren Kontext eines Menschen zu kennen. U.a. dazu dienen die diagnostischen Sitzungen, die ich jeder Therapie voranstelle.

Lösungsorientierte Kurzzeittherapie ist eine Therapieform, die zu den systemischen Therapieansätzen gehört. Sie betrachtet v.a. das innere System eines Menschen, das Zusammenspiel von Gedanken, Vorstellungsbildern, Gefühle, Körperempfindungen und Verhalten. Lösungsorientierte Kurzzeittherapie wird geleitet von der Frage: „ Wie können Sie ihre Fähigkeiten auf diesen Ebenen im Dienste Ihrer Ziele mobilisieren und weiterentwickeln?“

Im Mittelpunkt stehen also das Ziel sowie die Fähigkeiten, die helfen können, dieses Ziel zu erreichen. Dem Problem wird nur begrenzte Aufmerksamkeit geschenkt, da es durch zuviel „Zuwendung“ manchmal nur genährt und immer größer wird. Es wird durch zu viel Aufmerksamkeit quasi „gefüttert“, während das, was an Gutem ist und sein soll „verhungert“. Deshalb verfolgt Lösungsorientierte Kurzzeittherapie eine konsequente Ziel- und Ressourcenorientierung.
 
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